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Kartiermethodik
Kartiermethodik
- Verbreitung der hydrogeologischen Einheiten an der
Geländeoberfläche (Seitenanfang)
Die Karten der Verbreitung der
hydrogeologischen Einheiten an der Erdoberfläche nach Abdeckung
der quartären Deckschichten (Abgedeckte Hydrogeologische Karte) wurden in folgenden
Arbeits- schritten erstellt:
Digitalisierung der Geologischen Karten 1 : 25 000
(GK 25) einschließlich des Störungsmusters als Grundlage für die weitere Konstruktion
Homogenisierung der geologischen Informationen
über die verschiedenen TK-Blätter
Umsetzung der geologischen Gliederung und
Nomenklatur auf eine hydrogeologische Generallegende
Ausgleich von "Blattrandverwerfungen"
Abdeckung der quartären geologischen Einheiten; Ergänzung der darunter
folgenden Geologie
Für die TK-Blätter 6224 und 6325 im Grenzbereich nach Bayern und das
TK-Blatt 6221 nach Hessen gibt es bisher keine geologischen Karten im Maßstab 1 : 25 000.
Eine Bearbeitung der hydrogeologischen Themen war deshalb auf diesen Randblättern nicht
möglich.
Das Thema Verbreitung
der hydrogeologischen Einheiten des Festgesteins an der Geländeoberfläche" bzw.
unter Quartär ist u. a. Grundlage für weitergehende Auswertungen, sowie für die unten
beschriebene Konstruktion von Schichtlagerungskarten.
Seitenanfang)
Eine dreidimensionale Modellierung des Untergrunds erfordert Schichtlagerungskarten
für die hydro- geologisch relevanten Grenzflächen (Aquiferbasis, Aquiferdeckfläche). Im
Rahmen der vorliegenden Bearbeitung wurden die Grenzflächen Unterkeuper/Oberer
Muschelkalk (ku/mo), Oberer Muschelkalk/ Mittlerer Muschelkalk (mo/mm) und Unterer
Muschelkalk/Oberer Buntsandstein (mu/so) modelliert. Weitere Grenzflächen können über
die Mächtigkeit durch Differenzenbildung von diesen abgeleitet werden.
Die Erstellung von Schichtlagerungskarten erfolgte über folgende Arbeitsschritte:
- Erstellung eines Datensatzes mit Belegpunkten aus Bohrungen unter Verwendung der bei der
Ersterhebung erfassten Bohrdaten
- Ergänzung der Belegpunkte durch Hilfspunkte aus der Verschneidung zwischen den
Höhenlinien und dem Ausbiss der zu modellierenden Grenzfläche
- Ergänzung der Belegpunkte durch Hilfspunkte aus der Verschneidung zwischen den
Höhenlinien und dem Ausbiss höher gelegener Grenzflächen und Extrapolation auf die
gesuchte Grenzfläche unter Berücksichtigung der Mächtigkeit der dazwischen liegenden
Schicht
- Konstruktion einer (bereichsweise fiktiven) Schichtlagerungskarte für das gesamte
Bearbeitungs- gebiet auf der Basis der Belegpunkte (hier: Grenze ku/mo)
- Umsetzung des Isolinienplans in ein 100 x 100 m Höhenraster
- Erzeugung eines 100 x 100 m Rasters für die Schichtmächtigkeiten des Oberen
Muschelkalks (mo) sowie des gesamten Muschelkalks (m)
- Ableitung eines Höhenrasters jeweils für die Grenzflächen mo/mm und mu/so durch
Bildung der Differenz zwischen dem Höhenraster ku/mo und dem Mächtigkeitsraster für den
mo bzw. den m.
- Plausibilitätsprüfung; Vergleich der Belegpunkte für die Grenzflächen mo/mm und
mu/so mit dem ermittelten Höhenraster; ggf. Korrektur der Konstruktion
- Umwandlung der Höhenraster für mo/mm und mu/so in Isolinienpläne; Darstellung der
Isolinien im Verbreitungsgebiet der jeweiligen Grenzfläche
Kartiermethodik - Hydrogeologische
Schnitte (Seitenanfang)
Unter Nutzung der erstellten Schichtlagerungskarten wurden zwei hydrogeologische
Schnitte durch das Untersuchungsgebiet erstellt.
- Hydrogeologischer Schnitt 1 in NW-SO-Richtung
- Hydrogeologischer Schnitt 2 in NW-SO-Richtung
Der Verlauf der Schnittlinien wurde quer zum generellen Streichen der Schichten
gewählt. Weitere Kriterien waren die Lage von Bohraufschlüssen und bedeutender
Wassergewinnungsstellen. Der Längenmaßstab beträgt 1 : 50 000, die Schnitte sind
10-fach überhöht. Sie zeigen die Lagerungs- verhältnisse der hydrogeologischen
Einheiten im HGE-Gebiet.
Kartiermethodik - Quartäre Überlagerung
des Festgesteins (Seitenanfang)
Bei
der Bearbeitung der Abgedeckten Hydrogeologischen Karte (Abschn. 3.3.1) ergibt sich als
weiteres Thema die Quartäre Überlagerung des Festgesteins. Methodisch
erfolgte die Bearbeitung in folgenden Arbeitsschritten:
- Homogenisierung
der geologischen Informationen für das Quartär
über die verschiedenen TK-Blätter
- Umsetzung der geologischen Gliederung und Nomenklatur auf eine hydrogeologische
Generallegende
In der Karte Quartäre Überlagerung des
Festgesteins ist zwischen quartären Grundwasserleitern und Grundwassergeringleitern
unterschieden (letztere werden als Deckschichten bezeichnet). Einschränkungen für die
Auswertung sind neben den fehlenden geologischen Informationen auf den randlich gelegenen
TK-Blättern 6224 und 6325 im Grenzbereich nach Bayern und auf TK-Blatt 6221
nach Hessen die nicht kartierten Massenverlagerungsbildungen auf den TK-Blättern 6423,
6523 und 6526, die deshalb auf diesen Blättern nicht dargestellt werden können.
Das Thema Quartäre Überlagerung des
Festgesteins dient u. a. der Beurteilung der Schutzfunktion der
Grundwasserüberdeckung und ist Grundlage für weitergehende Auswertungen zu dieser
Problematik.
Literatur ( Seitenanfang)
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