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  Hydrogeologische Erkundung
Baden-Württemberg Taubertal

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Kartiermethodik/ Literatur

Hydrogeologische Gliederung/ Datengrundlage

Hydrogeologische Einheiten

Lagerungs- verhältnisse

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Lagerungsverhältnisse  

 

Profilschnitte und Karten (Seitenanfang)


Hydrogeologischer Schnitt 1
Verlauf Schnitt 1

Hydrogeologischer Schnitt 2
Verlauf Schnitt 2

Hydrogeologische Profilschnitte
                                      Hydrogeologische Profilschnitte
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Schichtlagerung Unterkeuper

Schichtlagerung Oberer Muschelkalk

Schichtlagerung Unterer Muschelkalk

              Schichtlagerung
                  Unterkeuper

  * Isolinien 
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               Schichtlagerung
            Oberer Muschelkalk

     * Isolinien                         
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               Schichtlagerung
           Unterer Muschelkalk

      * Isolinien                           
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Erläuterungen (Seitenanfang)

Eine dreidimensionale Modellierung des Untergrunds erfordert Schichtlagerungskarten für die hydrogeologisch relevanten Grenzflächen (Aquiferbasis, Aquiferdeckfläche). Im Rahmen der vorliegenden Bearbeitung wurden die Grenzflächen Unterkeuper/Oberer Muschelkalk (ku/mo), Oberer Muschelkalk/ Mittlerer Muschelkalk (mo/mm) und Unterer Muschelkalk/Oberer Buntsandstein (mu/so) modelliert. Weitere Grenzflächen können über die Mächtigkeit durch Differenzenbildung von diesen abgeleitet werden.

Die Schichtlagerung (vgl. Schichtlagerungskarten) ist im süddeutschen Schichtstufenland generell durch das Einfallen der mesozoischen Schichten nach Süden bis Südosten geprägt, Folge einer Kipp- bewegung im Tertiär im Zusammenhang mit der Entstehung der Alpen. Aufgrund dieser Situation findet man im Bearbeitungsgebiet von Nordwesten nach Südosten zunehmend jüngere Gesteine an der Geländeober- fläche. Im Nordwesten und im Taubertal ist der Obere Buntsandstein, im äußersten Nordwesten der Mittlere Buntsandstein aufgeschlossen. Vor allem östlich der unteren Tauber sind die Hochflächen noch inselartig von Unterem Muschelkalk bedeckt. Die Buntsandsteinverbreitung reicht nach Süden etwa bis Werbach. Südlich davon ist in weiten Bereichen der Obere Muschelkalk an der Gelände- oberfläche anzutreffen. Mittlerer und Unterer Muschelkalk sind im Übergangsbereich zum Buntsand- steinverbreitungsgebiet und in den Tälern der Tauber und ihrer Nebenflüsse aufgeschlossen. Auf den Hochflächen wird der Obere Muschelkalk inselartig, im Süden mit zunehmender Verbreitung von Unterkeuper überlagert.

Neben dieser generellen Situation wird die Schichtlagerung im Main-Tauber-Kreis jedoch stark von kleinräumigeren Schichtverbiegungen geprägt. Markante Hoch- gebiete sind der Thüngersheimer Sattel im Nordwesten, der Assamstädter Schild etwa im zentralen Bereich des Kreisgebiets und der Schrozberger Schild im Südosten. Die drei Hochgebiete sind durch die südwest-nordost streichende Bauland-Mulde bzw. durch die gleichsinnig verlaufende Hollenbacher Mulde getrennt.


Weiter modifiziert wird die Schichtlagerung durch Bruchtektonik. Bevorzugte Störungsrichtungen sind SO/NW (herzynisch), SW/NO (erzgebirgisch), SSW/NNO (rheinisch) und WSW/ONO (schwäbisch). Es handelt sich vornehmlich um Abschiebungen, die Folge von Dehnungstendenzen in der Erdkruste sind. Die Abschiebungsbeträge liegen meist in einer Größenordnung von 5 - 20 m, sie können in Einzelfällen jedoch auch 40 m und mehr erreichen. Durch die Verschneidung von Störungen unterschiedlicher Störungssysteme ergeben sich bereichsweise keilförmige tektonische Schollen.

Hydrogeologisch sind die Störungszonen von großer Bedeutung, da in ihrem Umfeld als Folge der Gesteinsauflockerung häufig größere Wasserwegsamkeiten entstanden sind, die solche Standorte für die Anlage von Brunnen auszeichnen. Weiterhin können durch die Verstellung der Schollen unterschied- liche Grundwasserleiter miteinander kurzgeschlossen werden oder durch Grundwassergeringleiter begrenzt sein. Wasserwirtschaftlich bedeutsam sind ferner Schichtlagerungsmulden, insbesondere wenn sie durch einen Vorfluter angeschnitten sind (z. B. Aalbachtal bei Wertheim-Dertingen, Taubertal nordöstlich Külsheim, Grünbachtal bei Grünsfeldhausen).

Zusätzlich zum generellen Schichteinfallen und zur Bruchtektonik modifizieren noch Auslaugungsvorgänge im Mittleren Muschelkalk die Lagerungsverhältnisse im HGE-Gebiet. Die Auslaugung der leichtlöslichen Sulfatgesteine ist besonders weit in den Ausstrichgebieten fortgeschritten, so z. B. in den Tälern. Die Auslaugung nimmt andererseits schnell ab, wenn die Grundwasserzirkulation im Oberen Muschelkalk infolge Überlagerung mit geringdurchlässigem Unterkeuper eingeschränkt ist. Mit der Auslaugung verbunden ist eine erhebliche Reduktion der Schichtmächtigkeit des Mittleren Muschelkalk, die häufig lokal ein Einfallen der hangenden Gesteinsschichten zu den Talrändern hin bewirkt.